Die Lage im Iran spitzt sich dramatisch zu. Während das Mullah-Regime mit beispielloser Härte gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, zieht Washington die Reißleine: In einer dringenden Sicherheitswarnung fordert das US-Außenministerium alle amerikanischen Staatsbürger zur sofortigen Ausreise auf. Gleichzeitig sendet Donald Trump eine unmissverständliche Warnung in Richtung Teheran.
Flucht über den Landweg: Virtuelle Botschaft schlägt Alarm
Da die USA keine offizielle Botschaft in Teheran unterhalten, wurde die Warnung über die „virtuelle Botschaft“ verbreitet. Das Statement ist deutlich:
- Sofortige Ausreise: US-Bürger sollen das Land umgehend verlassen, vorzugsweise über die Landgrenzen zur Türkei oder nach Armenien.
- Grund: Die massive Eskalation der Gewalt und das Risiko willkürlicher Verhaftungen.
- Verhaltensregeln: Demonstrationen meiden, unauffällig bleiben und den Kontakt zu Angehörigen im Ausland halten.
Trump droht bei Hinrichtungen mit „harten Maßnahmen“
Präsident Trump hat den Druck auf Teheran weiter erhöht. Angesichts von Berichten über drohende Massenhinrichtungen durch die iranische Justiz kündigte er im Interview mit CBS News „entschlossene Maßnahmen“ an.
„Wenn sie anfangen, Tausende Menschen zu töten und Hinrichtungen vollstrecken, werden wir sehen, wie sich das für sie auswirkt“, so Trump.
Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Teheran angekündigt, das Todesurteil gegen Demonstranten wegen „Krieges gegen Gott“ (Moharebeh) zu vollstrecken. Trump reagierte darauf mit einem direkten Appell an die Menschen im Iran: „Iranische Patrioten, protestiert weiter und übernehmt eure Institutionen!“
Grausame Bilanz: Bis zu 2.500 Tote befürchtet
Das wahre Ausmaß der Gewalt ist aufgrund der fast vollständigen Internetsperre im Iran schwer zu fassen. Doch die Zahlen der Menschenrechtsorganisationen sind erschütternd:
- Hengaw: Geht von mindestens 2.500 Toten seit Beginn der Proteste Ende Dezember aus.
- Iran Human Rights (IHR): Bestätigt mindestens 734 Tote, warnt aber vor einer weitaus höheren Dunkelziffer.
Teheran reagiert mit Gegenangriff
Das Regime in Teheran weist jede Schuld von sich und macht stattdessen die USA und Israel für das Blutvergießen verantwortlich. In einem Brief an den UN-Sicherheitsrat warf der iranische UN-Botschafter den USA vor, die „nationale Sicherheit zu bedrohen“ und Jugendliche zur Gewalt anzustacheln.
Die Proteste, die ursprünglich durch eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst wurden, haben sich längst zu einem landesweiten Aufstand gegen das gesamte System der Islamischen Republik entwickelt. Es sind die schwersten Unruhen, die das Land seit Jahrzehnten erlebt hat.
Was bedeutet das für die Weltwirtschaft? Die drohende militärische Konfrontation und die Instabilität in der Region könnten die Ölpreise massiv beeinflussen.



