„Klimaneutral“, „umweltfreundlich“, „grün“: Solche Begriffe prägen Werbung und Verpackungen. Doch ab Ende September gelten strengere Vorgaben. Unternehmen müssen Umweltversprechen künftig besser belegen – pauschale Aussagen ohne belastbare Grundlage sollen nicht mehr ausreichen.
Was hinter den neuen Regeln steckt
Die neuen Vorgaben sollen Kundinnen und Kunden vor irreführenden Aussagen schützen. Wer ein Produkt als umweltfreundlich bewirbt, muss dafür nachvollziehbare Nachweise vorlegen. Auch bei Siegeln wird genauer hingeschaut: Anerkannt werden sollen nur staatliche oder nach klaren Systemen zertifizierte Kennzeichnungen.
Für den Handel ist das mehr als eine Formulierungsfrage. Marketing, Rechtsabteilung und Produktentwicklung müssen Aussagen, Verpackungen und Online-Shops überprüfen. Wer weiter mit unklaren Nachhaltigkeitsversprechen wirbt, riskiert nicht nur Ärger, sondern auch Vertrauensverlust.
Warum das für Verbraucher wichtig ist
Der Einkauf wird dadurch nicht automatisch einfach. Aber Vergleichbarkeit kann wachsen, wenn Angaben belastbar und verständlich sind. Ergänzend informieren neue EU-Labels über gesetzliche Reparatur- oder Ersatzansprüche und über zusätzliche Haltbarkeitsgarantien.
Für Unternehmen liegt darin auch eine Chance: Wer transparent erklärt, was ein Produkt tatsächlich besser macht, hebt sich glaubwürdig ab. Die Zeit der großen grünen Worte ohne genaue Erklärung wird dagegen spürbar schwieriger.



